Berichte aus dem Kreis Soest

Jahreshauptversammlung der GEW OV Lippstadt

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GEW
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GEW tut sich mit Soest zusammen

Lageristin, Postbeamtin, den Gatten als Sekretär, das Haus als Lagerort – und erste Vorsitzende: All das ist Roswitha Lauber beim Lippstädter Ortsverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Personalunion. Nächstes Jahr geht sie in Rente und auch bei der GEW will sie ihr Amt dann zur Verfügung stellen. Die Nachfolge? Ziemlich schwer zu besetzen. Auch deshalb soll es jetzt einen Kreisverband geben.

„Rosi kann nicht ersetzt werden“, sagte Vize-Vorsitzende Anne Mertens jetzt bei der Jahreshauptversammlung der GEW. Die Zeiten hätten sich aber sowieso geändert: Die digitalen technischen Möglichkeiten ermöglichten eine ganz andere Kommunikation und erleichterten auch sonst einiges. Also hat Mertens gemeinsam mit Dirk Trombern, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender, das Gespräch mit dem Soester Ortsverband gesucht – und haben da offene Türen eingerannt.

„Das würde uns die Arbeit extrem erleichtern“, betonte Mertens. Die Soester GEW habe nämlich ein kleines Büro im Alten Schlachthof und durchs Zusammentun hätten etwa Kassierer und Mitgliederverwaltung enorme Vorteile. „Das ist für alle eine Erleichterung und kein Nachteil“, so Dirk Trombern. Und wem die Distanz ein Dorn im Auge sei: Man könne sich auch auf der Hälfte treffen. Außerdem haben die beiden Ortsverbände bei Streiks oder der Fahrt zur Didacta sowieso schon kooperiert. Alles Argumente, die bei den GEWlern gut ankamen: „Das ist eine vernünftige Lösung“, fand etwa Elke Bracke. „Wir Mitglieder werden da keinen großen Schaden von nehmen.“ Und so fiel auch das Votum aus: Einstimmig stimmten sie dem Beschluss zu, eine ortsverbandübergreifende Arbeitsgruppe einzurichten, die einen Satzungsvorschlag zur Gründung eben dieses Kreisverbandes erarbeitet. Ziel ist es, den noch vor den Herbstferien fertig zu bekommen, sodass die neue Organisation noch im September gegründet werden kann.

Bis dahin benötigen die Lippstädter aber noch einen Vorstand, der die Geschicke leitet. Denn: „In der Interimszeit können wir nicht in einem luftleeren Raum agieren“, so Mertens. En block wählten sie deshalb sämtliche Posten wieder: Vorsitzende bleibt also noch ein paar Monate Roswitha Lauber, ihre Stellvertreter sind Anne Mertens und Dirk Trombern. Kassiererin bleibt Conny Decius, ihre Stellvertreterin Heike Suermann.

Web-Beauftragter ist auch jetzt noch Stephan Kosmahl, beauftragter Tarifbeschäftigter Burkhard Schindler und als Beisitzer sind bis dahin auch noch im Amt Claudia Delle, Hans-Wilhelm Bernhard, Barbara Quante, Julia Stratmann, Dennis Kemper, Werner König und Daniela Wacker-Klüner. Wenn der Kreisverband gegründet ist, löst sich der Vorstand auf. Aber auch dann soll darauf geachtet werden, dass genauso viele Lippstädter im Vorstand sind wie Soester.

Maike Finnern, stellvertretende Vorsitzende der GEW NRW und bald wahrscheinlich auch Vorsitzende, findet die Entscheidung richtig gut: „Das ist eine vernünftige Größe“, sagte sie. So einen Zusammenschluss hätten schon einige Ortsverbände gemacht. Sie berichtete auch, was sich bei der Landesregierung tut und wie sie zu deren Plänen steht. „Unsere Unzufriedenheit bleibt“, stellte Finnern fest. Denn: CDU und FDP stärkten zwar enorm die Tagesmütter, das sei aber auch ein Qualitätsverlust, weil die ja nur einen Bruchteil der Qualifikation bräuchten im Vergleich zu Erziehern in der Kita. Außerdem wünscht sie sich Bezahlung für die grundständige Ausbildung und auch die gleiche Eingangsbesoldung für alle in der Schulpolitik sei noch nicht umgesetzt. Zudem müsse auch noch etwas an den Arbeitsbedingungen und den Unterrichtsverpflichtungen geändert werden. Der „Masterplan Grundschule“ lasse immer noch auf sich warten und auch die Inklusion werde nicht viel besser. Sie wünscht sich digitale Endgeräte für Lehrer, die noch nicht angeschafft wurden, mehr Motivation für angehende Lehrkräfte durch bessere Arbeitsbedingungen und mehr Beratungsangebote an Hochschulen. Insgesamt, so Finnern, sehe sie eine neoliberale Tendenz im Schulsystem – das findet sie ganz schwierig. Einfacher wird’s also nicht für die GEWler.

Trotzdem nutzte der Ortsverband seine Jahreshauptversammlung auch dazu, um Danke zu sagen. Der galt in erster Linie natürlich Roswitha Lauber: „So wie du das gemacht hast, wird es in Zukunft wohl auch kein anderer machen“, lobte Vorgänger Hans-Wilhelm Bernhard. Einen Kulturgutschein und zwei Sitze aus dem Stadttheater gab’s als Überraschung – da lief ihr fast ein Tränchen die Wange herunter. Danke für jahrelange Treue sagte der Vorstand aber auch bei seinen Mitgliedern: Schon seit 50 Jahren ist Elke Bracke dabei, seit 45 Jahren Renate und Hartwig Rentz, 35 Jahre Heinz Gesterkamp, Hermann-Josef Skutnik, Ilke Henke und Roswitha Lauber selbst und immerhin 25 Jahre Ilona Haverkemper und Anne Mertens.

Quelle: Der Patriot 21. Mai 2019

 

 

GEW Kreis Soest bei der 1. Mai-Kundgebung 2019 

Berichte aus dem Kreis Soest

Auch in diesem Jahr war die GEW Kreis Soest wieder mit einem Info-Stand auf dem Rathausplatz in Lippstadt vertreten. Die Kundgebung stand unter dem Motto „Europa. Jetzt aber richtig!“ Die GEWVertreterinnen und Vertreter aus Soest und Lippstadt informierten Interessierte über den Lehrerberuf. Auch die Broschüre „Punktlandung: Deine Stimme zählt!“, in der die GEW NRW die Bedeutung von Europa und der Europa-Wahlen für Schulen und Hochschulen dargelegt, stieß auf Beachtung.  
Auf dem Bild: Heinz Hagmanns, Angela Lehmenkühler, Dagmar Feldhaus, Roswitha Lauber, Anne Mertens (v.l.n.r)

Bild und Text: R. Lauber

"Mobilisierung von rechts" Thema bei der Jahreshauptversammlung des OV Soest

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der GEW Soest am 28.03.2019 wurde in diesem Jahr ein Vorstandsposten neu besetzt: Dorothee Perpeet erhielt ein einstimmiges Votum als stellvertretende Kassiererin. Im formalen Teil berichtete das Leitungsteam über die umfangreichen Aktivitäten der Gewerkschaft im vergangenen Jahr, z.B. Lehrerratsfortbildungen, Kulturveranstaltungen, Teilnahme an den Warnstreiks im Februar 2019 sowie die Unterstützung der „Fridays for Future“ – Bewegung.

Für ihre 50- jährige Mitgliedschaft in der GEW ehrte die Versammlung Heidrun Schulz zur Wiesch (Bild Mitte). Seit 40 Jahren ist Heidi Rittlewski-Flaake, auch ehemaliges Vorstandsmitglied, dabei (2.v.l.) und seit 25 Jahren Bernold Uhrmeister (2.v.r.). Links im Bild Karsten Dülberg (Leitungsteam), ganz rechts Angela Lehmenkühler (Pressesprecherin und Ansprechpartnerin Tarifbeschäftigte). Foto: GEW Soest


Der anschließende öffentliche Teil der Veranstaltung stand unter dem Thema „Mobilisierung von rechts. Eine aktuelle Bestandsaufnahme zu Akteuren, Inhalten und Strategien“.

Hierzu konnte die GEW Mark Haarfeldt vom DGB-Bildungswerk gewinnen. Der promovierte Historiker beleuchtete das Netzwerk rechtspopulistischer und rechtsextremer Organisationen, insbesondere auch die Rolle der AfD und verschiedene ihrer Unterorganisationen als Teil dieses Netzwerks. Dabei wurden personelle Verflechtungen und programmatische Anknüpfungspunkte der AfD zu verschiedenen rechtsextremen Gruppieren beleuchtet, wie z.B. zur „Identitären Bewegung“. Die Systematik, mit der beispielsweise die AfD ihre Positionen in den öffentlichen Fokus rücke, verenge sich vordergründig auf die Migrationsfrage, um davon abzulenken, dass es um die Durchsetzung einer neoliberal und konservativ-reaktionär geprägten Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung gehe. Dies werde zum Beispiel sehr deutlich in den Bereichen Steuern, Sozialabbau, Ehe und Familie, aber auch in den Vorstellungen zur Schul- und Bildungspolitik und im Bereich der Umweltpolitik, so Haarfeldt. Diese Grundhaltungen wirken sich z.T. bereits auch auf die etablierten Parteien aus.
Das rechte Netzwerk verfolge prinzipiell ein elitäres und antidemokratisches Politikverständnis. Dies werde durch öffentliche Provokationen verschleiert, indem als ärgster Feind eine „links-grün-versiffte 68er – Bewegung“ verkündet wird, so Haarfeldt. Eine besondere Gefahr sieht Haarfeldt in der Tendenz, wie weitere Gruppierungen an den Universitäten Einfluss nehmen, beispielsweise im Rahmen von Studierendenverbindungen.
In der anschließenden Diskussion ging es um das Erkennen möglicher Anzeichen rechtsradikaler Haltungen in Schule und Unterricht sowie um die Einrichtung von Meldeportalen, die sich mit „politischen“ Lehrkräften beschäftigen.
 

Großer Warnstreik in Düsseldorf – Lehrkräfte aus Lippstadt und Soest waren dabei

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Über 10 0000 Angestellte im Öffentlichen Dienst beteiligten sich am Dienstag (gestern) am landesweiten Warnstreik in Düsseldorf. Auch knapp 20 Lehrerinnen und Lehrer aus Lippstadt und Soest waren mit dabei. Roswitha Lauber, Vorsitzende der GEW Lippstadt und der Kreisvereinigung Soest war mit der Beteiligung zwar zufrieden. „Wir könnten natürlich wirkungsvoller auftreten, wenn wir einen großen Bus voll bekämen und mehr Unterricht ausfallen würde. Bei dieser Tarifrunde geht es um die bessere Bezahlung der angestellten Lehrkräfte, aber letztendlich auch um die Attraktivität des Arbeitsplatzes Schule im Vergleich zur Privatwirtschaft. Dies ist die wirksamste Methode, dem Lehrkräftemangel entgegenzuwirken.“ so Roswitha Lauber weiter. Neben der Forderung nach 6 % mehr Gehalt für die Tarifbeschäftigten soll auch mit der verbesserten Eingruppierung dieses Ziel erreicht werden. Die Gewerkschaften fordern außerdem die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Verhandlungsergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten. Mit der hohen Beteiligung am heutigen Warnstreik und der eindrucksvollen Kundgebung sieht die GEW NRW die öffentlichen Arbeitgeber jetzt unter Druck, am 28. Februar 2019 in Potsdam zum Start der dritten Verhandlungsrunde ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. „Nach unserer gelungenen Streikwoche Mitte Februar 2019 erhöhen wir nochmals den Druck. Unser Warnstreik ist eine gute Sache, gemeinsam mit unseren Schwestergewerkschaften ver.di und Gewerkschaft der Polizei und mit dem Deutschen Beamtenbund kämpfen wir für ein gerechteres Einkommen. Die Landesbeschäftigten haben es verdient, gute Arbeit muss gut bezahlt werden.“ so die Landesvorsitzende der GEW NRW Dorothea Schäfer.

Bilder und Text: R. Lauber

GEW Lippstadt und Soest auf der didacta

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Für den 20. Febr. 2019 hatte die GEW Lippstadt eine Fahrt zur didacta angeboten und viele Kolleginnen und Kollegen sind der Einladung gefolgt. Vor Ort trennten sich die Wege dann schnell. Für die einen stand die Digitalisierung ihrer Schule im Vordergrund, die anderen interessierten sich dafür, welche neuen Unterrichtsmaterialien für ihre zunehmend heterogener werden Lerngruppen von verschiedenen Verlagen angeboten wurden. Auch der Besuch am GEW-Stand stand mit auf dem Programm. Zurück ging es dann mit vollen Taschen (Papier ist bekanntlich schwer), müden Beinen (die Wege auf dem Messegelände sind lang) und rauchenden Köpfen (wegen der vielen neuen Eindrücke und Informationen).

Bilder und Text: R. Lauber

„Wege in die Rente“ – ein Thema, das Viele interessierte

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Fast 30 Kolleg*innen hatten sich am 12. Febr. 2019 in den Räumlichkeiten der IG-Metall in Lippstadt zusammengefunden, um sich von Jürgen Gottmann, dem Experten der GEW NRW für Rente und Pensionierung, in gewohnt kompetenter und kurzweiliger Art  über die Bedingungen, unter denen Tarifbeschäftige in Rente gehen können, informieren zu lassen. Im Anschluss an den Vortrag konnten sich die Anwesenden zu Einzelaspekten beraten lassen. Nicht nur im Erwerbsleben, sondern auch im Ruhestand bzw. in der Rente sind Tarifbeschäftigte in der Regel schlechter gestellt. Das große Interesse an dem Thema zeigt, wo „der Schuh drückt“ und spiegelt sicherlich auch die Arbeitsbedingungen an unseren Schulen wider.

Bild und Text : R. Lauber

Angestellte Lehrkräfte aus Lippstadt und Soest beteiligen sich am Warnstreik

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Text und Bild: A. Lehmenkühler, GEW Soest

Nach ergebnislosem Verlauf der zweiten Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Am 13. 02.2019 trafen sich angestellte Lehrkräfte aus dem Kreis Soest um sich am Arbeitskampf zu beteiligen. Die GEW Kreisvereinigung Soest – Lippstadt hatte hierzu einen Bus organisiert, die Fahrt ging nach Dortmund. Dort waren ca. 450 Kolleginnen und Kollegen aus dem Bezirk Arnsberg zusammengekommen zum Demonstrationszug durch die Dortmunder Innenstadt.

Die Forderungen der Gewerkschaften sind unter anderem sechs Prozent mehr Gehalt, eine verbesserte Eingruppierung angestellter Lehrkräfte und die Paralleltabelle, d.h. der Angleich der Entgeltgruppen tarifbeschäftigter Lehrkräfte an die Besoldungsgruppen der Beamtenbesoldung. Neben den Ungleichbehandlungen zu verbeamteten Kolleginnen und Kollegen besteht für angestellte Lehrkräfte auch eine Differenz zu den Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die nach TVöD bezahlt werden. Die Tabellenwerte des TV-L (Lehrkräfte) liegen hinter denen des TVöD. In NRW arbeiten allein rund 40.000 der bundesweit insgesamt 200.000 tarifbeschäftigten Lehrkräfte.

„Nur mit guter Bezahlung und fairen Arbeitsbedingungen kann man dem eklatanten Lehrkräftemangel entgegenwirken!“ so die Vorsitzende der GEW Soest, Dagmar Feldhaus.

Wenn sich die Arbeitgeberseite weiterhin nicht auf die Forderungen eingeht ist für den 26.02.2019 eine Großdemonstration in Düsseldorf geplant. „Jeder der hier ist, bringt noch jemanden mit nach Düsseldorf!“ sagte Dorothea Schäfer, die Vorsitzende der GEW auf Landesebene. In ihrer Rede heute in Dortmund betonte sie wie wichtig der Arbeitskampf sei und wie realitätsfern teilweise die Argumentation der Gegenseite ist. Weitere Infos, auch zu möglichen Mitfahrgelegenheiten nach Düsseldorf, unter: https://soest.gew-nrw.de

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Fotos: A. Lehmenkühler, GEW Soest
 

Der Fall der Hauptschule

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G8, 9 ... AUS! – Daktiker zu Gast in Erwitte
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Auf Einladung der GEW Lippstadt boten die Akteure der allseits bekannten daktiker das Neuste aus dem Traditionsgymnasium Adolphinum. Das vornehmlich aus Lehrkräften bestehende Publikum war begeistert, fühlten sie sich doch in vielen Szenen an ihren eigenen Schulalltag erinnert. Der Kampf mit den Tücken der Digitalisierung und der verfehlten Schulpolitik kam ihnen allzu bekannt vor, auch das Agieren der Vertreter der Bezirksregierung. Sehr gelungen waren auch die Zwischenszenen „Das macht Schule“, in den die allerneusten (Hiobs)botschaften aus der Kultusbürokratie eingestreut wurden. Insgesamt ein sehr gelungener Abend!

Text: R. Lauber Foto: Peter Hoffmann

GEW Ortsverband Soest besucht die Ruhrfestspiele

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Am 5. Mai 2018 machte sich unter der Leitung von Heidrun Lutterbüse und Margret Wollny-Hagemann eine Gruppe GEW-Mitglieder mit Freunden und Angehörigen auf den Weg nach Recklinghausen zu den Ruhrfestspielen. Hier stand die Inszenierung von Friedrich Dürrenmatts "Besuch der alten Dame" auf dem Programm, die die Soester Besucher voll und ganz überzeugte. (Foto: Lutterbüse)

Solidarität – Gerechtigkeit und Freiheit: 1. Mai Kundgebung in Lippstadt
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Bei der traditionellen 1. Mai-Kundgebung in Lippstadt war in diesem Jahr Kevin Kühnert, Juso-Vorsitzender, zu Gast in Lippstadt. Seine klaren Statements, engagiert und überzeugend vorgetragen, wurden von den 500 Anwesenden mit viel Applaus honoriert und fanden auch weit über die Kreisgrenzen hinaus große Beachtung. Auch die GEW war wieder mit einem Stand vertreten.

Foto: Roswitha Lauber (l) und Anne Mertens (r) mit dem Juso-Vorsitzenden am Rande der Kundgebung

Foto und Text: R. Lauber

Jahreshauptversammlung GEW OV Lippstadt
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GEW-Landeschefin Schäfer über Bildungspolitik

Lippstadt Die Abkehr vom Turbo-Abi, die Bündelung von Inklusionsschülern an Schwerpunktschulen und der Lehrermangel waren Themen des Vortrags der GEW-Landesvorsitzenden Dorothea Schäfer auf der Jahreshauptversammlung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) des Ortsverbandes Lippstadt. In der Aula der Gesamtschule informierte sie über Neuigkeiten aus dem Landtag.

Rückkehr zu G9: Der Gesetzesentwurf für die Rückkehr zu G9 „ist uns jetzt zugeleitet worden“, berichtete Schäfer. Die Anhörung im Schulausschuss fand am gestrigen Mittwoch statt. Die Umsetzung erfolgt 2019/2020. Die zweite Fremdsprache soll dann wieder ab dem siebten Schuljahr gelernt werden – aktuell lernen Schüler ab der sechsten Klasse eine zweite Fremdsprache. Ungewiss ist weiterhin, ob es wieder Halbtagsgymnasien gibt. Das sei nur möglich, wenn die Ergänzungstunden nicht mehr für alle Schüler gälten, so Schäfer.
Inklusion:
Auch zum Thema Inklusion informierte die Vorsitzende die GEW-Mitglieder. Bisher gebe es keine neuen gesetzlichen Regelungen, wie es weiter gehen solle. Laut Schäfer möchte das Ministerium die Stellen bündeln, das heißt auch die Inklusionsschüler, indem Schwerpunktschulen geschaffen werden. Doch schon jetzt sei die Verteilung der Schüler ein Problem und „überhaupt nicht geregelt“. Zudem müssten in den ausgewählten Schulen dann die Unterstützungsmöglichkeiten ausgebaut werden. „Das sollten die am besten ausgestatteten Schulen sein“, so Schäfers Meinung. Die Förderschulen möchte die Landesregierung laut Schäfer aber erhalten, „das heißt aber, dass mehr Stellen nötig sind“. Als positiv stufte die GEW-Vorsitzende die „große Gesprächsbereitschaft“ der Schulministerin und des neuen Staatssekretärs ein.

Lehrermangel: An Lehrpersonal mangelt es auch an den Grundschulen. Daher sollen, laut einer Idee der Landesregierung, arbeitslose Gymnasiallehrer zunächst zwei Jahre in einer Grundschule arbeiten – mit der Zusicherung, dass sie danach eine Stelle im Umkreis erhalten. „Eine Notlösung“, so Schäfer. Insgesamt würden rund 15 000 Lehrkräfte fehlen. Mit Werbesprüchen wie „Wirste Lehrer? Machste schlauer!“ versuche die Landesregierung nun Abiturienten den Beruf schmackhaft zu machen. Foto und Text: Der Patriot, Deimel

 

Jahreshauptversammlung OV Lippstadt - Wahlen
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GEW wählt Vorstand einstimmig wieder

Lippstadt „Das hat ein bisschen was von einem Klassentreffen“, begrüßte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) des Ortsverbandes Lippstadt, Roswitha Lauber, die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung in der Gesamtschule. Auf der Tagesordnung stand neben dem Rechenschafts- auch der Kassenbericht an. Zudem gab es Neuwahlen.

Doch hier blieb alles beim Alten: Roswitha Lauber, die wegen ihrer guten Arbeit gelobt wurde, wurde einstimmig als Vorsitzende wiedergewählt. Auch ihre Stellvertreter Anne Mertens und Dirk Trombern wurden einstimmig wiedergewählt. Bei der Wahl des Kassieres und seines Stellvertreters herrschte ebenfalls Einstimmigkeit bei den Mitgliedern: Conny Decius bleibt Kassiererin, ihre Stellvertreterin bleibt weiterhin Heike Suermann. Bei der Wahl zum Beisitzer gab es eine Neuerung: Daniela Wacker-Klüner verstärkt nun als solche den Vorstand.

Nach den Wiederwahlen wurden die Jubilare für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt. Für 40 Jahre Treue in der GEW geehrt wurden Joachim Sigge, Hans-Wilhelm Bernhard, Michael Sprenger und Gisela Zobel. Hiltrud Sueltrop wurde für 35 Jahre in der Gewerkschaft geehrt. Maria Thiemeyer ist bereits 30 Jahre dabei. Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft wurde Juliane Weigang-Haselhoff geehrt. Ihr Sommerfest feiert die GEW am 10. Juli. Foto und Text: Der Patriot, Deimel

 

Treffen der Ruheständler
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Die GEW Lippstadt hatte zu einem ersten Treffen der Ruheständler mit einem gemeinsamen Frühstück ins Café im Grünen Winkel eingeladen. In netter Runde drehten sich die Gespräche um Allerlei, nicht nur um Schule. Viele ehemalige Kolleginnen und Kollegen sind auch heute noch aktiv und geben Unterricht für Geflüchtete oder bringen sich anderweitig ehrenamtlich ein.

 (Bild und Text: Roswitha Lauber)


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