Termine und weitere Informationen 2020
Pressemitteilung zum Thema Corona

Obwohl das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen in seiner 16. Schulmail eine positive Bilanz zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs zieht, haben wir weiterhin Anlass, die Wiedereröffnung der Schulen mit Sorge zu betrachten. Aus unserer Sicht drückt die Landesregierung ohne Not auf das Tempo und überfordert alle, die daran mitwirken, schulisches Arbeiten und Gesundheitsschutz in der Corona-Krise möglichst gut zu vereinbaren. Rückmeldungen von Kolleg*innen zeigen: Beschäftigte sind unzufrieden mit den ungenauen Vorgaben des Schulministeriums. Angehörige der Risikogruppe sind verunsichert, wie sie sich verhalten sollen. Schulleiter*innen wenden sich an ihre Gewerkschaft und berichten über widersprüchliche Informationen, eine absolut kurze Vorlaufzeit und beklagen, dass ihnen die Problemlösung übertragen wird. Eltern und Schüler*innen beklagen vehement, dass an Prüfungen auf jeden Fall festgehalten werden soll, als gäbe es in Schule nichts Wichtigeres. Die Schulträger haben deutliche Bedenken angemeldet und kritisieren den Zeitplan massiv.  
Bei der Einhaltung der durch das MSB vorgebebenen Hygienemaßnahmen sind in unterschiedlichen Schulformen Schwierigkeiten absehbar. in den Berufsschulen auf Grund der hohen Schüleranzahl in den Abschlussklassen, in den Grundschulen wegen des geringen Alters der Kinder und besonders in den Förderschulen. Die Vorgaben zur Einhaltung von Mindestabständen sind an den Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung und Körperlich Motorische Entwicklung unter anderem auf Grund der anfallenden pflegerischen Tätigkeiten und der Überforderung von Teilen  der Schülerschaft so gut wie nicht umsetzbar.  
Alle an Schule beteiligten Menschen wissen, dass eine an medizinischen und epidemiologischen Grundsätzen orientierte Öffnung von 5000 Schulen in NRW in der von der Landesregierung gesetzten Frist nicht optimal zu realisieren war. Wir erwarten, dass die Landesregierung die ihr vorliegenden Expertisen offen und transparent kommuniziert und dass  Informationen und Vorgaben eindeutig formuliert  und rechtzeitig bekannt gegeben werden. 
Weitere Informationen und Kontaktdaten der Ansprechpartner*innen der GEW Soest finden Sie auf der Homepage: soest.gew-nrw.de 
 
Das Leitungsteam des KV Soest:  
Dagmar Feldhaus, Angela Lehmenkühler, Anne Mertens, Dirk Trombern


GEW NRW informiert über Corona-Pandemie

https://www.gew-nrw.de/corona-pandemie.html


Corona: Umgang mit der Pandemie an Schulen

Die aktuelle Situation wirft vielfältige Fragen auf, zu denen wir die Informationen des Ministeriums hier bündeln wollen (Stand: 27. März 2020). Bei weitergehendem Informationsbedarf sind die GEW-Personalräte für die Kolleg*innen da.  
Der Unterricht ruht seit dem 16. März. Die Kolleg*innen sind aber nicht von allen Dienstpflichten befreit. Das heißt im Einzelnen: 


Homeoffice, digitale Betreuung der Schüler*innen 
Es besteht die Pflicht, Schüler*innen mit Unterrichtsmaterial zu versorgen. Angesichts von Bedenken zum Datenschutz bzw. der Verwendung privater Endgeräte ist dies grundsätzlich auch auf analogem Weg möglich. Tipps der GEW zu verschiedenen digitalen Möglichkeiten findet man unter www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/tipps-fuer-lernplattformen-und-tools/ . 

Konferenzen, Dienstbesprechungen, Schulpräsenz 
Die Durchführung von Dienstbesprechungen und Konferenzen in der Schule widerspricht den Vorschriften des Infektionsschutzes. Lehrkräfte werden per Mail über Wesentliches informiert und kommunizieren ggfs. digital oder telefonisch mit Kolleg*innen/Schulleitungen.

– Zur Büroarbeit in der Schule können und dürfen Beschäftigte nur in begründeten Ausnahmefällen herangezogen werden. 
 

Mitteilungen zu Versetzungsgefährdung 
Die so genannten „Blauen Briefe“ entfallen in diesem Schuljahr. Nicht angemahnte Minderleistungen nach § 50 Absatz 4 SchulG in einem Fach werden nicht berücksichtigt.  

 

Abitur und Zentrale Prüfungen 
Die Abiturprüfungen werden um drei Wochen auf den 12. bis 15. Mai verschoben. Sie müssen unter Beachtung des Infektionsschutzes durchgeführt werden. Abweichungsprüfungen werden nur zur Verbesserung auf freiwilliger Basis durchgeführt. Ein landesweiter Nachschreibtermin im Anschluss wird eingerichtet.

– Die Zentralen Prüfungen im 10. Jahrgang werden um fünf Tage auf den 12. bis 19. Mai verschoben. 
 

Klassenfahrten, Unterrichtsgänge 
Schulwanderungen, Studienfahrten oder Austausche finden bis zum Schuljahresende nicht mehr statt, außerschulische Lernorte werden nicht mehr aufgesucht (außer für KAOA). Stornokosten übernimmt das Land. Das Verfahren wird geklärt. 

Notbetreuung 
- Anspruch auf Betreuung haben Kinder, von denen mindestens ein Elternteil im Bereich der kritischen Infrastruktur tätig ist. Dies bescheinigt der Arbeitgeber.

- Schulen betreuen die betroffenen Kinder in den Jahrgängen 1 bis 6. - Die Betreuungszeiten liegen in den normalen Schulöffnungszeiten sowie (im gleichen zeitlichen Umfang) an den Wochenenden und in den Osterferien.

- Die Gruppengrößen sollen eine Zahl von fünf Schüler*innen aus hygienisch-medizinischen Gründen nicht übersteigen.

- Kinder, bei denen Symptome (Atemwegsinfektion) oder Infektionen im häuslichfamiliären Umfeld bestehen, unterfallen nicht der Betreuungspflicht.  

- Es besteht die Zusage der kommunalen Spitzenverbände, Reinigung und Hygienemaßnahmen an den Schulen mit besonderer Intensität durchzuführen. Wird beobachtet, dass dies nicht der Fall ist, ist die Schulleitung in der Pflicht, dies der Schulaufsicht zu melden.

– Einweghandschuhe und Mundschutz gehören nicht zu den notwendigen Hygienemaßnahmen.

- Für die Notbetreuung sollten aus Gründen des Infektionsschutzes möglichst wenige Kolleg*innen eingesetzt werden. Kolleg*innen, die die Notbetreuung durchführen, gehören ebenfalls zur kritischen Infrastruktur und haben ein Anrecht auf Betreuung der eigenen Kinder.

- Für die Durchführung der Notbetreuung haben die Hauptpersonalräte sich in Besprechungen mit dem Ministerium für die Schutzwürdigkeit bestimmter Personenkreise für die Maßgaben in den Schulmails eingesetzt. Im Ergebnis gelten folgende Grundsätze: o Zuständigkeit des gesamten pädagogischen Personals (auch Schulsozialarbeiter*innen, MPT, Personal im offenen Ganztag); o das Prinzip der Freiwilligkeit;  o die Beteiligung des Lehrerrats bei den Entscheidungen der Auswahl (Stellungnahme); o der Ausschluss von Personen aus Risikogruppen (60+, mit Vorerkrankungen*, Schwangere und Kolleginnen im Mutterschutz); o Rücksicht auf Kolleg*innen mit eigenen Betreuungspflichten.

- Bei Einsatz für die Notbetreuung in den Osterferien wird der Erholungsurlaub in anderen Schulferien genommen.    

 * (s. 10. Schulmail vom 27.3.2020: z.B. Diabetes mellitus, therapiebedürftige Herz-KreislaufErkrankungen, Lungenerkrankungen einschließlich Asthma bronchiale, aktuelle onkologische Erkrankungen sowie chronische onkologische unter immunsuppressiver Therapie) 

Text: Schulpost Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Bezirk Arnsberg; Vorsitz: Ulrich Kriegesmann

 


Termine 2020

Wir müssen leider alle Veranstaltungen bis Ende April absagen


Personalratswahl verschoben

Das Ministerium für Schule und Bildung hat nach einem Gespräch mit den Hauptpersonalräten beschlossen, die Personalratswahlen in den Herbst 2020 zu verschieben. Eine ordnungsgemäße Durchführung ist unter anderem wegen der Fristen bis zum 9. Juni nicht möglich. Der angedachte Termin ist der 1. Oktober 2020.


Einstellungen zum 1. Mai 2020 an den Schulen

Aktuell ruht in den Schulen in Nordrhein-Westfalen aufgrund der Corona-Pandemie der Schulunterricht. Dies betrifft landesweit auch ca. 900 Lehramtsanwärter*innen, die daher ihre zweite Staatsprüfung nicht mehr ablegen können. Aus diesem Grund will das Land die Prüfungstermine auf direkt nach den Osterferien verlegen. Das hat auch Auswirkungen auf die zum 01.05.2020 schulscharf ausgeschrieben Stellen an den Schulen in NRW, da ein Teil der Bewerber*innen aktuell das zweite Staatsexamen noch nicht abgelegt hat.


Absage JHV

Liebe GEW-Mitglieder,

 leider muss unsere für den 19. März geplante Jahreshauptversammlung verschoben werden. Aufgrund der aktuellen Pressemitteilungen der Stadt und des Kreises Soest sollen Veranstaltungen, die nicht zwingend notwendig sind, vorsorglich abgesagt werden. Diesen Empfehlungen entsprechen wir hiermit. Ein neuer Termin wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte stattfinden und rechtzeitig bekannt gegeben. Aus Zeitgründen können wir diese Absage nur über den Mailverteiler bekannt geben. Wir bitten euch, die Informationen entsprechend weiterzugeben.

 Gewerkschaftliche Grüße

Das Leitungsteam

GEW KV Soest


Sprechstunde vor Ort